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Das Geld(tabu) und die menschliche Seele
7. Tagung | 2001 | 57 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
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Der herrschenden Ökonomie zufolge ist das Geld ein bloßes Tauschmittel, das den Menschen dient und über dessen Verwendung sie rationale Entscheidungen treffen. Darüber hinaus ist das Geld jedoch auch
ein Mittel der Spekulation und der Ausübung von wirtschaftlicher Macht. Die ökonomische Theorie des Geldes verdrängt und tabuisiert die emotionalen Faktoren, die den Umgang mit dem Geld noch viel mehr bestimmen als
rationale Kalküle – dazu gehören das Streben nach Freiheit und Unabhängigkeit, nach Macht und Sicherheit. Und nicht zuletzt stehen das Geld und die Liebe in einem widersprüchlichen Wechselverhältnis. Auch die
Kritik am herkömmlichen Geld ist bislang noch im wirklichkeitsfremden Menschenbild des ‚homo oeconomicus’ befangen. Deshalb sollte auf dieser 7. CGW-/INWO-Tagung der Versuch gemacht werden, im Dialog mit
Psychologinnen und Psychologen neue Blicke auf die komplexe Vielschichtigkeit des Geldes zu öffnen. Dabei sollten auch die psychologischen Widerstände mitbeachtet werden, die bislang eine Veränderung des Geldes zu
einem neutralen, gerechten Diener der Menschen verhindern. Während der Tagung wurde eine Ausstellung des Berliner Antikriegsmuseums und der Friedensbibliothek mit Texten von Simone Weil und Bildern über die
Entwurzelung als “gefährlichste Krankheit der Seele” gezeigt.
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Prof.Dr. Gerhard Danzer, Prof.Dr. Josef Rattner und Prof.Dr. Roland Geitmann (von links)
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Die einzelnen Beiträge:
Prof. Dr. Josef Rattner: Geld, Macht und menschliche Seele
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Jochen Schmidt vom Berliner Antikriegsmuseum [Info > PinnWand] stellt die Ausstellung über Simone Weil “
Entwurzelung als gefährliche Krankheit der Seele” vor.
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Veröffentlichungen der Tagungsbeiträge: Die Tagungsbeiträge von Josef Rattner, Hermann Niehuis-Schwiertz und
Johannes Heinrichs sind in der 131. Folge (Dezember 2001) der “Zeitschrift für Sozialökonomie” erschienen. Darin wurden weitere Aufsätze zum Tagungsthema publiziert: Evelyne Coën
“Das Geld regiert die Menschen” | Bärbel Kerber “Geld - reine Gefühlssache” | Ingrid Suprayan “Geld als Droge?” | Werner Onken
“Das Geld(tabu) und die menschliche Seele”.
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