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Frieden schaffen durch soziale Gerechtigkeit
6. Tagung | 2000 | 47 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
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Mehr als 100 Jahre nach dem Erscheinen von Bertha von Suttners “Die Waffen nieder!” (1899) ist die Welt noch immer friedloser denn ja. Die leidvollen Erfahrungen zweier Weltkriege reichten nicht aus,
um den atomaren Rüstungswettlauf zwischen den Supermächten und unzählige kleinere und größere Kriege in Afrika und Asien zu verhindern. Auf das Ende des Kalten Krieges folgten nicht der erhoffte Weltfrieden, sondern
eine Verschärfung des globalen Wirtschaftskriegs um Rohstoffe und Märkte und eine neue `humanitäre` Form des Krieges. Die Friedensbewegung und die Friedensforschung sind dadurch in Bedrängnis geraten. Immer mehr
Menschen glauben nicht mehr an ein “Frieden schaffen ohne Waffen”. Doch sind Bomben wirklichen geeignete Mittel zur Durchsetzung von Menschenrechten und Demokratie? Nach den jüngsten Erfahrungen der Kriege auf
dem Balkan wollten die CGW und die INWO im Dialog mit Menschen aus der Friedensbewegung und Friedensforschung auf wirtschaftliche Ursachen von Rüstung und Krieg aufmerksam machen und über Wege nachdenken, die über
mehr soziale Gerechtigkeit zum Frieden in der Welt beitragen könnte. Während der Tagung wurde eine Ausstellung des Berliner Antikriegsmuseums und der Friedensbibliothek über Kriege auf dem Balkan gezeigt.
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Die einzelnen Beiträge:
Dr. Ulrike C. Nikutta-Wasmuht: Die Entwicklung der
Friedensbewegung und ihre gegenwärtige Lage | Hauptströmungen in der Friedensforschung
Prof. Dr. Dieter Lutz: Vom Rüstungswettlauf der 1980er Jahre zur neuen NATO-Doktrin des 21.
Jahrhunderts ----------------------------------------------------- Institut für Friedensfoschung und Sicherheitspolitik IFSH
Info > PinnWand
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Helmut Creutz: Wirtschaftliche Triebkräfte von Rüstung und Krieg
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Cornelia Brinkmann: Zivile Friedensdienste – Praktische Schritte zur gewaltfreien Konfliktlösung
------------------- Forum Ziviler Friedensdienst Info > PinnWand
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oben: Helmut Creutz im Gespräch mit Prof. Dieter Lutz und Barbara Creutz
links: Prof. Roland Geitmann und Cornelia Brinkmann
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Abendmusik in der Klosterkirche
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oben: Solveig Grüsser (Horn) und Albrecht Grüsser (Orgel)
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links: Friedenslieder vorgetragen von Gerhard Däblitz
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Jochen Schmidt vom Antikriegsmuseum Berlin erläutert die Ausstellung “Wo ist die Wahrheit über den Krieg?”
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Quelle: SIPRI | Grafik: GAUKE
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KARL BARTH über den Zins als Triebkraft der Gewalt “Wo nicht der Mensch, sondern das zinstragende Kapital der Gegenstand ist, dessen Erhaltung und Mehrung der Sinn und das Ziel der politischen Ordnung ist, da ist
der Automatismus schon im Gang, der eines Tages die Menschen zum Töten und Getötetwerden auf die Jagd schicken wird.” In: Kirchliche Dogmatik Band III/4, Zürich 1951, S. 525
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Friedensarbeit “Reichtum und Armut
sind gleichmäßig verkehrte Zustände und mit dem Bürger- und Völkerfrieden unvereinbar. Reichtum ist eine Kette und Armut ist eine Kette. Diese Ketten zu brechen, ist wahre Friedensarbeit.” Silvio Gesell in Natürliche Wirtschaftsordnung (Gesammelte Werke, Band 11, Seite 226)
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Veröffentlichungen der Tagungsbeiträge: Die Tagungsbeiträge sind in der 128. Folge (März 2001) der “Zeitschrift für
Sozialökonomie” erschienen. Außerdem erschien eine Broschüre von Werner Onken “Frieden schaffen durch soziale Gerechtigkeit” (Lütjenburg 2000). Vgl. außerdem Ulrike C. Wasmuht,
Geschichte der deutschen Friedensforschung. Entwicklung – Selbstverständnis – Politischer Kontext. Münster 1998.
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